Mit dieser Überschrift könnte man wohl die Einstellung vieler Menschen beschreiben. Aber wenn sich Menschen statt eines 24 Zoll Fernsehers einen 42 Zoll Fernseher kaufen, muss eben irgendwo ein Windrad aufgestellt werden.
Dabei stehen sie keineswegs irgendwo. Geeignete Gebiete sind nicht so einfach zu finden, wie es den Anschein hat. Die meisten guten Plätze sind auch schon von Windparks belegt. Dabei hat die umweltfreundliche Windenergie grundsätzlich das Problem, dass die Höhe entscheidend ist sowohl für die Windstärke als auch die Konstanz des Windes, und damit auch des Stromertrages. Besonders große Windräder sind dabei auch besonders weit zu sehen. Die meisten Klagen über die „Verspargelung“ betreffen den allgemeinen Anblick, die Geräusche und den Schattenwurf. Manchmal wird auch die Bewegung der Windräder als beunruhigend beschrieben.
Zumindest für den allgemeinen Anblick und die Beunruhigung kann man sagen, dass dies Gewohnheitssache ist. Wer den Ausblick auf eine Autobahn oder eine Hauptstraße in der Stadt hat, sieht sicherlich mehr Bewegung als das Drehen von Windrädern. Auch an die großen, hässlichen, Hysterie auslösenden Felder, auf denen die Windräder heute stehen, haben wir uns irgendwann im vorigen Jahrhundert gewöhnt. Und für Geräusche und Schattenwurf gibt es recht strenge Regeln, zum Beispiel darf ein Haus höchstens eine halbe Stunde am Tag von Schatten getroffen werden.
Unbestreitbarer Vorteil der Windräder ist ihr geringer physischer Platzverbrauch. Egal, wie dominierend sie optisch sind, der Einfluss auf die Landwirtschaft ist gering. Hier liegt auch eine große Chance. Es existiert eine Studie zu sogenannten Regenerativzonen, in denen hauptsächlich Energie erzeugt wird. Die geeignetsten Standorte sind im Nordosten Deutschlands. Hier könnte durch eine durchgehende Bebauung durch Windräder, kombiniert mit Biomasse, einen Großteil des benötigten Stromes erzeugt werden. Die geringe und weiter abnehmende Bevölkerungsdichte würde dies sogar positiv beeinflussen, und die weiter dort lebenden Menschen hätten Arbeitsplätze. Verbleibende Störungen der meist schon an Windräder gewöhnten Bewohner könnten durch eine Gewinnbeteiligung gemindert werden. Wie eine Studie gezeigt hat, hängt nämlich das Ausmaß der Störung hauptsächlich davon ab, in wessen Taschen der Gewinn landet. Wer für jede Drehung eines Windrades Geld bekommt, scheint immun gegen die von der Drehung ausgehende Nervosität zu sein.